St. Cyriaci-Kirchengemeinde Dorste


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24. Februar 2014

Bilder > Kirche


Das Kirchhofgespenst

In der Spinnstube in Dorste ging es hoch her. Die jungen Burschen foppten die Mädchen, sie hätten keinen Mut. Ein keckes Mädel aber war dabei, das meinte, es fürchte sich nicht. Da wetteten die Burschen, es ginge nicht zur Mitternachtsstunde über den alten Friedhof. Das Mädchen lachte nur und ging beherzt los.

Auf der Kirchofstreppe aber stand eine dunkele Gestalt. Die hatte einen breitkrämpigen Hut tief ins Gesicht gezogen. Die Gestalt trat dem Mädchen in den Weg. Das Mädchen aber glaubte, es sei einer der Spinnstubenknechte; es riss ihm den Hut ab, lief damit fort und warf ihn in der Spinnstube lachend auf den Tisch.

Plötzlich erscholl eine wimmernde Stimme unter dem Fenster. "Meck, meck, meck mein Spendelein. Meck, meck, meck mein Häutelein." Als das Wimmern nicht nachließ, öffnete das Mädchen das Fenster und reichte den Hut heraus. Da zog ein eisiger Luftzug durch die Stube. Das Mädchen aber sank tot zu Boden.

Quelle: Dorster Sagen




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