St. Cyriaci-Kirchengemeinde Dorste


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Geistliches Wort

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Nachrichten aus Russland und der Ukraine sind bedrückend. Aber mitten in all den Nachrichten von Gewalt und Unterdrückung höre ich auch immer wieder von unglaublich mutigen Menschen. Von Widerstand und Hoffnung.

Die Journalistin Marina Owsjannikowa protestiert in einer russischen Nachrichtensendung gegen den Krieg und die Propagandalügen. Wer weiß, welchen Preis sie dafür zahlen muss? "Was bringt das?", könnte man fragen. Aber sie beugt sich nicht der Macht und nimmt Nachteile in Kauf. Einfach, weil sie ihrem Gewissen folgt. So, wie manche andere Menschen, die in Russland gegen den Krieg öffentlich protestieren und wissen, dass sie dafür verhaftet werden können.

Oder ein Interview in den Tagesthemen Anfang März. Tichon Dsjadko, Chefredakteur des russischen Fernsehsenders Doschd TV. Am Tag zuvor war er mit seiner Familie aus Russland geflohen. Eine ungewisse Zukunft liegt vor ihm. Aber am Ende des Gesprächs sagt er: "
Wenn Sie fragen, was ich glaube: Ich glaube an die Wahrheit, ich glaube an Liebe, ich glaube an Freiheit. … Deshalb denke ich, dass es am Ende gut ausgehen wird. Ich weiß nicht wann, da bin ich mir nicht sicher. Aber ich weiß, dass es letztendlich, irgendwann, gut sein wird."

Oder Alexej Nawalny. Einen Mordanschlag hatte er nur knapp überlebt. Trotzdem kehrte er nach Russland zurück. Am 20. Februar 2021 meint er vor dem Moskauer Stadtgericht, er sei ein gläubiger Mensch. Und das mache es für ihn viel, viel einfacher. Er zitiert die Bergpredigt:
"Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden" – das mag ja exotisch oder komisch klingen, aber in Wirklichkeit ist das aktuell die bedeutendste politische Idee in Russland. … Wer Wahrheit und Gerechtigkeit hinter sich hat, wird siegen."

Die Herrscher und Tyrannen dieser Welt sind mächtig. Sie können viel Zerstörung anrichten. Sie können ihre Lügen verbreiten. Leider. Aber allmächtig sind sie nicht, Gott sei Dank!

"Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden", sagt der auferstandene Christus (Mt 28,18).

Nicht die Tyrannen dieser Welt haben das letzte Wort, so sehr sie sich auch aufplustern. Am Ende siegen nicht Unterdrückung und Gewalt. Nicht die Macht der Panzer und Bomben. Sondern die Macht der Liebe. Jesus Christus, der Auferstandene. Wahrheit und Freiheit.

Der frühere Bundespräsident Gustav Heinemann hat 1950 in einer Rede gesagt:

Gott ist stärker als alle Menschengewalt. …
Niemand kann uns in neue Fesseln schlagen, denn Gottes Sohn ist auferstanden.
Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will:
Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!

Es grüßt Sie und euch herzlich Pastor Stefan Schmidt

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